Jüngerich in neuer Funktion: „Ein paar E-Mails mehr“

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Interview Erste Tage im Amt als Bürgermeister der VG Altenkirchen
Altenkirchen. Zwei Wochen ist der neue Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen, Fred Jüngerich, in seinem Amt. In einem Gespräch mit unserer Zeitung gab der 52-Jährige einen ersten Eindruck über seine neue Tätigkeit.

Herr Jüngerich, sie sind nun zwei Wochen als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen im Amt. Wie fühlen Sie sich?

Danke der Nachfrage. Ich fühle mich gut und bin sehr motiviert. Zudem habe ein Gefühl der inneren Zufriedenheit.

Was waren Ihre ersten Amtshandlungen?

Zunächst bin ich durchs Rathaus gegangen und habe allen Mitarbeitern ein gesundes und gutes neues Jahr gewünscht. Auf der repräsentativen Seite gab es bereits auch einiges zu tun. Ich war unter anderem Gast beim Jahresabschluss des Arbeitskreises für Heimatgeschichte und Brauchtumspflege in Helmenzen, einem runden Geburtstag sowie beim Neujahrsempfang von Landrat Michael Lieber im Kreishaus. Ein Dienstjubiläum einer Kollegin durfte ich vornehmen. Weiterhin haben verschiedene Organisationen, Bürgerinnen und Bürger mit mir über ihre Anliegen gesprochen. Zudem bin ich natürlich täglich mit unseren aktuellen Themenstellungen betraut.

Durch Ihre Wahl zum VG-Chef hat sich sicherlich einiges verändert. Was ist für Sie die größte Umstellung oder Neuerung, und wie sieht es mit den Telefonanrufen und den E-Mails aus? Sind diese mehr geworden?

Auf jeden Fall hat sich die Arbeitszeit geändert. Dies betrifft insbesondere die Tagesabläufe mit zahlreichen Abend- und Wochenendterminen. Die Zahl der Anrufe und E-Mails ist im Vergleich zu meiner vorherigen Zeit als Büroleiter leicht angestiegen.

Haben sie das bisherige Büro des ehemaligen Bürgermeisters Heijo Höfer unverändert übernommen, oder wurde von Ihnen vieles verändert oder erneuert?

Es wurde lediglich eine Wand neu gestrichen. Dies wurde durch den Austausch einiger persönlicher Bilder erforderlich. Ansonsten gibt das Büro keinen Grund zur Veränderung. In meinem bisherigen Büroleiterzimmer arbeitete ich an einem über 50 Jahre alten Schreibtisch. Diesen brachte der ehemalige Bürgermeister Karlheinz Klöckner 1972 von Hamm mit nach Altenkirchen. Den Tisch konnte ich wegen der zum übrigen Mobiliar unpassenden Art des Holzes und der Farbe nicht mitnehmen. Wir werden aber ganz bestimmt im Haus einen geeigneten und würdigen Platz dafür finden.

Haben Sie schon Gespräche mit einem oder mehreren Ortsbürgermeistern der VG geführt?

Aufgrund meiner erst kurzen Amtszeit und in Ermangelung von Ortsgemeinderatssitzungen in dieser Zeit konnte ich bisher noch keinen Ortsbürgermeister aufsuchen, was ich aber in Zukunft selbstverständlich nach und nach tun werde. Dennoch bin ich aber bereits mit einigen Ortsbürgermeistern im Rathaus oder andernorts ins Gespräch gekommen.

Wann haben Sie vor, die Verbandsgemeinde Flammersfeld zu besuchen, und wo? Kennen Sie alle 26 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Flammersfeld persönlich?

Fangen wir mit Beantwortung der zuletzt gestellten Frage an. Ich kenne alle 26 Ortsgemeinden der VG Flammersfeld namentlich, konnte aber bisher noch nicht alle persönlich aufsuchen. Ungeachtet von bereits stattgefundenen politischen Gesprächen mit Vertretern der VG Flammersfeld einschließlich Bürgermeister Ottmar Fuchs hat mich die Leistungsgemeinschaft Flammersfeld für Donnerstag, 18. Januar, zum Neujahrsempfang ins Flammersfelder Bürgerhaus eingeladen.

Wo wollen Sie am Ende des Jahres 2018 mit der Verbandsgemeinde Altenkirchen stehen?

Am Ende des Jahres möchte ich unter anderem den Fusionsprozess mit der VG Flammersfeld in „trockenen Tüchern“ wissen, einschließlich der Verabschiedung des notwendigen Gesetzes, um daran anknüpfend verwaltungsmäßig mit meinem Kollegen Ottmar Fuchs ins Detail gehen zu können. Des Weiteren sollte zum Jahresende hin in die konkrete Planung des neuen Hallenbades eingestiegen werden können. Auch möchte ich hinsichtlich der hausärztlichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger einen klaren Blick in die Zukunft haben.

Vielen Dank, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben.

Sehr gerne.

 

Das Gespräch führte unser Mitarbeiter Heinz-Günter Augst
Quelle: RZ Kreis Altenkirchen vom Samstag, 13. Januar 2018